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UEFA-Cup Auslosung - FCB muss mit Abenteuerreise rechnen

Groclin Grodzisk Wielkopolski aus Polen, FK Rabotnicki Skopje aus Mazedonien, Drogheda United FC aus Irland, FC Midtjylland aus Dänemark oder auch der FC Mika Eriwan aus Armenien - nur die eingefleischten Fußball-Fans werden mit diesen Namen etwas anfangen können.

Ottmar Hitzfeld kennt sie ganz bestimmt, denn all diese Klubs könnten schon bald Gegner seiner Mannschaft sein. „Wir nehmen wer kommt und stellen uns dann darauf ein“, sagte der Bayern-Coach vor der Auslosung der ersten Runde im UEFA-Pokal am Freitag in Monaco.

80 Mannschaften am Start

Nach zehn Jahren in der Champions League droht dem FC Bayern beim Comeback im UEFA-Pokal unter Umständen eine Abenteuerreise. „Wir sind alle gespannt, wen wir zugelost bekommen“, sagte Philipp Lahm. Der Nationalverteidiger ist einer der wenigen Spieler im Bayern-Kader, die schon Einsätze im UEFA-Cup zu verbuchen haben (in der Saison 2004/05 für den VfB Stuttgart).

Die Hitzfeld-Truppe muss zwar mit einer beschwerlichen Auswärtsreise rechnen, aber kaum mit einem namhaften Gegner. Denn die 80 Mannschaften, die an der ersten Runde teilnehmen, werden bei der Auslosung auch nach regionalen Gesichtspunkten in acht Gruppen mit je zehn Teams aufgeteilt. Die endgültige Einteilung der Lostöpfe erfolgt nach den letzten Qualifikationsspielen am Donnerstagabend.

Erstes Spiel am 20. September

Ein deutsch-deutsches Duell ist in der ersten Runde auf jeden Fall nicht möglich. Die Spiele werden am 20. September und 4. Oktober ausgetragen. Die Auslosung der Gruppenphase, die am 25. Oktober startet, erfolgt am 9. Oktober (12.00 Uhr) in Nyon. Die 40 Erstrunden-Gewinner werden dabei in acht Gruppen mit jeweils fünf Mannschaften gelost. Jeder Verein hat jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele, die drei bestplatzierten Teams kommen weiter.

Dann könnte es der FCB auch mit Teams wie Girondins Bordeaux, Tottenham Hotspurs oder auch dem AC Florenz zu tun bekommen. Zunächst könnte das Los aber SK Liepajas Metalurgs aus Litauen heißen. Oder wie wär’s mit NK Siroki Brijeg aus Bosnien-Herzegowina? Am Freitagmittag gegen 13.30 Uhr steht fest, wohin die Reise für den FC Bayern geht.
30.8.07 20:08


Bayerns Personalsituation entspannt sich

Drei Tage vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim Hamburger SV hat sich die Personalsituation beim FC Bayern ein wenig entspannt. Die zuletzt angeschlagenen Profis Franck Ribéry (Wade), Miroslav Klose (Knie), Marcell Jansen (Sprunggelenk), Hamit Altintop (Erkältung) und José Ernesto Sosa (Bandscheibe) kehrten am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining des Rekordmeisters zurück.

„Langsam kommen einige Spieler wieder zurück. Man wird sehen, wer am Sonntag dabei ist“, freute sich Abwehrspieler Philipp Lahm über die verbesserte personelle Ausgangssituation. Zwar muss man nun abwarten, wie die fünf Akteure die Trainingsbelastungen wegstecken, doch für die Partie beim HSV deuten sich für Trainer Ottmar Hitzfeld wieder mehr personelle Alternativen an.

Fragezeichen hinter Toni

Das dickste Fragezeichen vor dem Spiel beim Tabellen-Fünften steht derzeit noch hinter Luca Toni. Der Angreifer, der sich im Heimspiel am vergangenen Wochenende beim 3:0-Erfolg gegen Hannover 96 eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen hatte, absolvierte am Donnerstag abseits der Kollegen ein Individualprogramm.

Dafür steht Nationalspieler Lukas Podolski erstmals nach seiner Knie-Operation im vergangenen April wieder zur Verfügung. „Ich freue mich, dass ich wieder dabei bin nach so langer Zeit“, meinte der 22-Jährige, der am vergangenen Dienstag ein geglücktes 90-Minuten-Comeback im Testspiel beim Grashopper Club Zürich feierte.

Poldi hofft auf Kurzeinsatz

„Es hat mich sehr gefreut zu spielen, ich habe keine Probleme mehr mit dem Knie“, meinte „Poldi“, der zuletzt in der Regionalliga-Mannschaft Spielpraxis gesammelt hatte und am Sonntag auf sein Bundesliga-Comeback bei den Hanseaten hofft: „Vielleicht bekomme ich ja einen Einsatz über 10, 20 oder 30 Minuten.“

Ansprüche auf einen Platz in der Startelf stellt der ehemalige Kölner nach der langen Verletzungspause aber nicht. „Ich denke nicht, dass ich in den nächsten Wochen spielen werde, ich muss erstmal wieder meinen Rhythmus finden“, so Podolski. Der Rückstand gegenüber den Kollegen sei noch zu groß. „Klar fehlt da noch etwas, vor allem von der Luft her.“
30.8.07 20:05


Angespannte Personalsorgen - Zwei Rückkehrer und viele Fragezeichen

Wenn Ottmar Hitzfeld in diesen Tagen das Profihaus an der Säbener Straße betritt, ist sein erster Gang nicht etwa in das gemeinsame Trainerbüro mit Michael Henke. „Ich gehe als erstes in die medizinische Abteilung“, verriet der Bayern-Coach am Mittwoch. Dort erkundigt sich Hitzfeld bei Physiotherapeut Fredi Binder oder bei Reha-Coach Thomas Wilhelmi, welche Spieler denn auch tatsächlich am Mannschaftstraining teilnehmen können.

Momentan ist die Liste der verletzten und angeschlagenen Spieler jedenfalls viel länger, als es Hitzfeld lieb sein wird. Neben den Langzeitverletzten Willy Sagnol, Jan Schlaudraff und Mats Hummels (alle im Aufbautraining) nahmen am Tag nach dem Testspiel in Zürich (0:0) auch Jose Sosa (Bandscheibenvorfall), Miroslav Klose (Knie), Marcell Jansen (Syndesmoseband), Luca Toni (Zerrung), Hamit Altintop (Erkältung), Martin Demichelis (Wadenprobleme) und Franck Ribery (Wadenverhärtung) nicht am Mannschaftstraining teil.

Riberys Wade hat zugemacht

Klose konnte zehn Tage nach seiner Innenbanddehnung im Knie immerhin wieder auf dem Platz arbeiten. Am späten Nachmittag absolvierte er eine intensive Einheit Ball- und Koordinationstraining. Ob der Ex-Bremer beim Spiel am Sonntag in Hamburg dabei sein kann wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Selbiges gilt für Kloses Sturmpartner Toni. Der Italiener konnte am Mittwoch immerhin schon wieder Ball- und Schusstraining auf dem Platz absolvieren.

Noch besser sieht es bei Ribery aus. Der Franzose leidet seit dem letzten Wochenende an einer Wadenverhärtung. „Er hat einige Schläge einstecken müssen, hat viele Prellungen“, berichtete Hitzfeld, der noch nicht weiß, ob Ribery am Samstag mit nach Hamburg fahren kann. Auch hinter der Rückkehr von Jansen steht noch ein Fragezeichen. Der Linksfuß trainierte am Nachmittag unter der Regie von Svonko Komes erstmals wieder auf dem Platz.

Ismael spielt vorerst weiter in der Regionalliga

Neues gibt es von Sosa, der ebenfalls zur Mittwochnachmittag-Trainingsgruppe gehörte. „Wir werden ihn beobachten“, sagte Hitzfeld über den Argentinier, der neben einem Bandscheibenvorfall auch wieder Sprunggelenks-Probleme zu beklagen hat. „Ich hoffe jeden Tag, dass der eine oder andere Spieler zurück kommt“, erklärte Hitzfeld.

Erfolgreich zurück gemeldet haben sich in Zürich Valerien Ismael und Lukas Podolski. Beide kamen gegen den Schweizer Rekordmeister über 90 Minuten zum Einsatz. „Valerien braucht noch Geduld. Er wird weiterhin Spielpraxis bei den Amateuren sammeln, um den alten Rhythmus wiederzufinden“, sagte der Bayern-Coach. Ismael habe gegen die Grashopper eine gute Leistung gezeigt, „er muss sich aber noch in Sachen Spritzigkeit und Beweglichkeit steigern.“

Personalsorgen bis zur Winterpause?

Einen Schritt weiter ist da schon Podolski. „Ich bin froh, dass Poldi das Spiel gut überstanden hat. Er hat sich gut bewegt und gut eingebracht“, sagte Hitzfeld, der eine Rückkehr des Nationalstürmers in den Kader ankündigte. „Ich gehe davon aus, dass Lukas am Sonntag auf der Bank sitzen wird.“

Überlegungen, aufgrund der angespannten Personallage vor dem Ablauf der ersten Transferperiode am 31. August noch mal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, gibt es beim FC Bayern indes nicht. Hitzfeld sagte: „Ich hoffe, dass wir mit diesem Kader gut bis zur Winterpause durchkommen. Dann werden wir auch wieder mehr Alternativen haben. Bis dahin werden wir aber noch einige personelle Probleme haben.“
29.8.07 19:53


Nullnummer in Zürich - Podolski und Ismaél feiern Comeback

Der FC Bayern hat sein Testspiel beim Schweizer Traditionsklub Grashopper Zürich, zugleich der letzte internationale Test vor Beginn des UEFA-Cups, mit einem Teilerfolg beendet. Gegen den Tabellen-Sechsten der Schweizer Super League erreichte der stark ersatzgeschwächte Bundesliga-Tabellenführer trotz der größeren Spielanteile ein torloses Unentschieden.

Im vorletzten Spiel Im Stadion Hardturm, das In Kürze den Abrissbaggern zum Opfern fallen wird, sahen die 16.000 Zuschauer ein über weite Strecken unterhaltsames Spiel, dem jedoch die nötigen Tore fehlten. Besonders erfreulich aus Sicht der Münchner waren die 90-Minuten-Comebacks der lange verletzten Lukas Podolski und Valerien Ismael, die nach Kurzeinsätzen in der Regionalliga erstmals wieder über die volle Distanz zum Einsatz kamen.

Hitzfeld muss improvisieren

Während die Gastgeber fast in Bestbesetzung angetreten waren, musste Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld knapp ein Dutzend Spieler ersetzen. Neben den verletzten und rekonvaleszenten Akteuren verzichtete der „General“ bei der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte auch auf die Dienste von Oliver Kahn, Mark van Bommel, Lucio, Martin Demichelis und Franck Ribéry.

Dennoch bot Hitzfeld eine durchaus schlagkräftige Starformation auf, die vom Anpfiff weg die Initiative übernahm und durch Hamit Altintop (5. Minute) und Sandro Wagner (8.) auch die ersten Warnschüsse in Richtung des Züricher Tores abgaben. Die beste Chance in der Anfangsphase hatten jedoch die Gastgeber in Person von Raul Bobadilla (13.), dessen Schuss von der Strafraumgrenze die Querlatte streifte.

Bayern-Überlgenheit immer größer

Der FCB kontrollierte in der Folgezeit das Geschehen, ohne dabei zu glänzen und für echte Torgefahr zu sorgen. Schweinsteiger versuchte sich in der 22. Minute mit einem Freistoß aus 25 Metern, doch Grashopper-Torwart Djukic parierte sicher. Die beste Chance in der ersten Halbzeit vergab Christian Lell, dem nach präziser Flanke von Ersatz-Kapitän Philipp Lahm der Ball versprang.

Unverändert nahm der FCB die zweite Halbzeit auf, während die Schweizer gleich fünf neue Spieler einsetzten. Die Überlegenheit der Münchner wurde nun immer größer, allein die Tore blieben aus. Zunächst verpasste Van Buyten (57.) eine weite Flanke von Altintop, dann verfehlten Schweinsteiger (58.), Wagner (60.), Ottl (63.) und Altintop (68.) mit ihren Fernschüssen das Ziel.

Rensing rettet

Die Grashopper fanden nach den zahlreichen Wechseln kaum noch ins Spiel und kamen nur noch sporadisch vor das von Michael Rensing gehütete Tor. Der ehemalige Bielefelder Diego Leon (73.) zielte aus 16 Metern knapp daneben, kurz darauf rettete der FCB-Schlussmann glänzend gegen den eingewechselten Klinger (76.).

Nun wechselte auch Hitzfeld munter durch, brachte Fürstner, Celozzi, Sikorski und Kokocinski für Zé Roberto, Lahm, Wagner und Lell. Die letzten Chancen für die Bayern hatten Podolski (83.) nach Zuspiel von Ottl und Altintop (88.) der aus acht Metern zu hoch zielte. So blieb es nach 90 Minuten beim torlosen Remis.


Grashopper Zürich - FC Bayern 0:0

FC Bayern: Rensing - Lell (87. Kokocinski), Ismael, Van Buyten, Lahm (66. Celozzi) - Altintop, Ottl, Zé Roberto (65. Fürstner), Schweinsteiger - Podolski, Wagner (81. Sikorski)

Ersatz: Dreher

Schiedsrichter: Claudio Circhetta (Schweiz)

Zuschauer: 16.000

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Vallori / -
29.8.07 16:15


Letzter Feinschliff für Zürich

Vor dem Abflug zum Freundschaftsspiel bei Grashoppers Zürich am Dienstagmittag bat Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld am Vormittag noch zu einer lockeren Trainingseinheit an die Säbener Straße. Unter der Leitung von Fitness-Coach Zvonko Komes absolvierten die meisten Spieler noch ein spezielles Kraft- und Stabilisationsprogramm, anschließend gab es noch ein kurzes Balltraining ehe zum Abschluss noch Flanken und die eine oder andere Standardsituation geübt wurde.

Mit reduziertem Kader gegen Grashoppers

Ohne zahlreiche Stammkräfte brach der Rekordmeister am Dienstagmittag Richtung Zürich auf, wo am Abend das Testspiel gegen die Grashoppers auf dem Programm stand. So blieben Oliver Kahn, Mark van Bommel, Lucio und Martin Demichelis ebenso in München wie die verletzten bzw. rekonvaleszenten Spieler. Für die abwesenden Spieler rückten mit Daniel Sikorski, Stefano Celozzi und Michael Kokocinski drei Akteure aus der Regionalliga-Mannschaft von Hermann Gerland in den Kader.

'Micho' zurück in der 'Selección'

Seine zuletzt starken Leistungen in der Bundesliga haben sich auch bis ins ferne Argentinien rumgesprochen. Erstmals seit eineinhalb Jahren wurde Martin Demichelis wieder ins Aufgebot der argentinischen Nationalmannschaft berufen. Nationaltrainer Alfio Basile nominierte „Micho“ in seinen 21 Spieler umfassenden Kader für das Freundschaftsspiel der „Albiceleste“ am 11. September in Melbourne gegen Australien.

Ribéry steht zur Wahl

Im Eiltempo hat Bayern-Neuzugang Frack Ribéry die Bundesliga erobert, jetzt, nach nur drei Einsaätzen in der höchsten deutschen Spielklasse, winkt ihm bereits der erste persönliche Erfolg. Neben dem Bochumer Tommy Bechmann und dem Schalker Christian Pander steht Ribéry zur Wahl zum „Fußballer des Monats August, die gemeinsam vom Fachmagazi kicker, der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) organiseirt wird. Unter www.fussballer-des-monats.de kann noch bis Mittwoch, 12.00 Uhr abgestimmt werden - am besten natürlich für Franck Ribéry.

Stimmgewaltige FCB-Fans

Auf dem grünen Rasen ist der FC Bayern bereits spitze, jetzt schicken sich auch die Fans des Rekordmeisters an, die Nummer eins zu werden. Im Rahmen des„Deutschen Fußball-Kulturpreises“, den die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur am 5. Oktober 2007 vergibt, wird erstmals auch der „Fangesang des Jahres“ prämiert. Unter den besten 38 von rund 2.800 „Liedern aus der Kurve“ sind mit „Gestern noch in Kiew“ sowie „Wir lieben die Amateure“ und „Griechischer Wein“ gleich drei drei Titel der FCB-Anhänger. Eine elfköpfige Jury wird in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen, wer mit dem „Fangesang des Jahres“ ausgezeichnet wird. Der Sieger wird am 18. September per bundesweiter Pressemitteilung bekannt gegeben. Der stimmgewaltigsten Fankurve winken als Preis 500 Liter Bier, gesponsert von der Kulmbacher Brauerei AG.
28.8.07 15:54


Der 'neue' FCB - 7 Gründe für Bayerns Traumstart

3:0 gegen Rostock, 4:0 in Bremen, 3:0 gegen Hannover - besser hätte der Start des FC Bayern in die neue Saison nicht ausfallen können. Mit drei Spielen ohne Gegentor, drei Siegen mit 10:0 Toren hat der Rekordmeister den besten Start seiner Vereinsgeschichte hingelegt. Wir haben versucht, zu ergründen, warum der „neue“ FC Bayern so glänzend aufspielt, und haben sieben Faktoren gefunden:

1.) Der neue Trainer:
Als Ottmar Hitzfeld am 1. Februar zum FC Bayern zurückkehrte, wusste man beim FC Bayern ganz genau, wen man da als Hoffnungsträger verpflichtete - zumindest glaubte man das. Denn spätestens jetzt ist klar: Ottmar Hitzfeld ist nicht mehr der Ottmar Hitzfeld, der er einmal war. Uli Hoeneß bezeichnete den Trainer, der von 1998 bis 2004 schon große Erfolge mit dem FC Bayern gefeiert hatte, jüngst als „Revolutionär“. Und das aus gutem Grund: In den zweieinhalb Jahren Pause, in denen Hitzfeld als TV-Kommentator arbeitete, hat der 58-Jährige viele Spiele, auch in ausländischen Ligen, analysiert und sich so weitergebildet. Besonders der englische Fußball, mit schnellem Kurzpassspiel hab es ihm angetan, erzählte er. Auch neue Trainingsformen, wie zum Beispiel individualisiertes Konditionstraining, hat er in seine Arbeit mit aufgenommen. Und persönlich hat ihm die Pause sowieso gut getan. „Er hat wieder dieses Feuer“, stellte Franz Beckenbauer fest. Zu Fachwissen und Leidenschaft kommt noch das hinzu, was Hitzfeld schon immer ausgezeichnet hat: seine menschlichen und kommunikativen Qualitäten, mit deren Hilfe er es geschafft hat, einen „neuen“ FC Bayern zu formen.

2.) Die neue Mannschaft:
So viel Geld wie noch nie zuvor hat der FC Bayern im Sommer in eine neue Mannschaft investiert - den Schwung, den die Neuzugänge mitgebracht haben, sieht man auf dem Platz. „Wir haben viele neue Spieler, die sich beweisen und Titel sammeln wollen“, freute sich Hitzfeld über den Hunger und die Leidenschaft, die seine Mannschaft bislang an den Tag legte. Auch der starke Konkurrenzdruck stellte sich als leistungsfördernd heraus. Jede Position ist mindestens doppelt besetzt. „Es ist von Vorteil, wenn die Spieler in jedem Spiel und Training an ihre Grenze gehen müssen“, weiß auch Bundestrainer Joachim Löw.

3.) Der neue Zusammenhalt:
Es war der größte personelle Umbruch, den es jemals beim FC Bayern gegeben hat. Acht Spieler sind gekommen, acht gegangen. Wer befürchtet hat, dass es dauern würde, bis daraus eine homogene Mannschaft wird, kann sich längst entspannen. „Hier ist sich keiner zu schade, für den anderen zu rennen“, stelle Marcell Jansen fest, der wie alle anderen Neuzugänge innerhalb kürzester Zeit integriert wurde. Selbst die Spieler, die noch nicht Deutsch sprechen (Ribéry, Toni, Sosa) fühlen sich pudelwohl beim FCB. „Ich habe das Vertrauen aller beim FC Bayern: der Spieler, der Trainer, der Verantwortlichen, der Fans. Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagte Franck Ribéry, der die gute Stimmung im Training und in der Kabine zusätzlich durch seine Scherze anheizt. „Es ist wichtig, dass wir nicht nur guten Fußball spielen, sondern auch eine gute Kabine haben“, betonte Mark van Bommel, „das macht 50 Prozent des Erfolgs aus. Dann arbeitet jeder für jeden und es läuft fast von alleine.“ Hinzu kommt, dass auch die Mischung aus Jung und Alt stimmt und langsam eine neue Hierarchie wächst. „Wir haben ein paar über 30, die das Heft in die Hand nehmen, und die Jungen folgen“, erzählte Van Bommel.

4.) Die neue Philosophie:
Es gab eine Zeit, da schoss der FC Bayern ein frühes Tor und machte dann hinten dicht. Diese Zeiten sind vorbei. „Früher haben sich die Bayern nach dem 1:0 hinten reingestellt, jetzt spielen sie weiter nach vorne“, stellte Hannovers Torwart Robert Enke am vergangenen Samstag fest. Doch nicht nur der Vorwärtsdrang, sondern auch die Art und Weise, wie die Bayern nach vorne spielen, hat sich geändert. Mit harten, flachen Pässen suchen die Münchner nun vertikal den Weg nach vorne, nur ein, zwei Ballberührungen, dann läuft der Ball zum Mitspieler. Anstatt in einem starren System zu verharren, agiert der FCB nun sehr variabel. Schweinsteiger, Ribéry und Altintop tauschen im Mittelfeld ständig die Positionen, einmal stößt Mark van Bommel mit nach vorn, das nächste Mal Zé Roberto. „Wir sind schwierig zu verteidigen, weil wir alle in Bewegung sind“, meinte Van Bommel und auch Enke stellte fest: „Diese Bayern sind nicht berechenbar.“

5.) Die neue Torgefährlichkeit:
Die Unberechenbarkeit ist auch eine Stärke des FC Bayern vor dem Tor. „Nicht nur ein oder zwei von uns können ein Tor schießen, sondern sechs, sieben“, bemerkte Van Bommel. Schon sechs verschiedene Torschützen verzeichnete der FCB in den ersten drei Ligaspielen. Insbesondere verbreiten die beiden Sturmspitzen Miroslav Klose und Luca Toni einen Schrecken im gegnerischen Strafraum, den man in der vergangenen Saison beim FC Bayern vermisst hat. Beide gehen dorthin, „wo es weh tut“, erklärte Hitzfeld die Qualitäten seines Angriffsduos, das in den ersten Spielen bereits ausgezeichnet harmonierte. Den 1,96 Meter großen Toni bezeichnete der FCB-Chefcoach als „Brechertyp“, der allein schon durch seine körperliche Präsenz für Unruhe vor dem gegnerischen Tor sorgt. In die Lücken, die er freiräumt, stößt der dynamische Klose. Zehn Tore in drei Spielen waren die Folge.

6.) Die neue Defensive:
Alles spricht im Moment vom Offensiv-Zauber des FC Bayern - die Grundlage des Erfolgs ist laut Ottmar Hitzfeld aber die Defensive. „Das ist zurzeit ein Schlüssel des Erfolgs“, sagte der Bayern-Trainer. Besonders das Viereck aus den Innenverteidigern Lucio/Demichelis und dem defensiven Mittelfeld Van Bommel/Zé Roberto verdient sich von Woche zu Woche Bestnoten. „Demichelis und Lucio wachsen über sich hinaus und sind höchst konzentriert“, sagte Hitzfeld. Beide haben in den ersten drei Saisonspielen jeweils fast 70 Prozent ihrer Zweikämpfe gewonnen, und mit welcher Eleganz davor ein Zé Roberto Bälle stibitzt, ist unbeschreiblich. „Er stiehlt die Bälle von hinten, ohne Foul zu spielen“, schwärmte Hitzfeld von der Neuentdeckung auf der Sechser-Position. Diese in der letzten Saison vermisste Stabilität in der Defensive den Weg zur Meisterschaft ebnen. „Meister wird nicht, wer die meisten Tore schießt, sondern wer defensiv gut organisiert ist“, sagte Hitzfeld.

7.) Franck Ribéry:
Die Noten, die der französische Nationalspieler im „kicker“, erhielt, sprechen für sich: eine 1,5 gegen Rostock, eine 1 gegen Bremen, eine 1,5 gegen Hannover - Ribéry ist nach drei Spieltagen der mit Abstand am besten bewertete Spieler der Bundesliga, drei Mal nahm ihn das Fußball-Fachmagazin auch in die Elf des Spieltags auf. Ribéry sucht den Zweikampf, dreht Pirouetten hat immer ein Auge für den Mitspieler und läuft ununterbrochen auf und ab - er ist das Sahnehäubchen auf dem „neuen“ FC Bayern. „Franck ist Spielfreude pur, ein begnadeter Spieler“, sagte Hitzfeld, der für das Laufpensum des Mittelfelddribblers beim Spiel gegen Hannover nur ein Wort hatte: „Wahnsinn“. Van Bommel glaubt, dass Ribéry das Zeug dazu hat, der beste Spieler der Welt zu werden, und adelte den Franzosen mit einem besonderen Vergleich: „Ich habe das in Barcelona bei Ronaldinho gesehen. Der hat auch manchmal Bälle gespielt, von denen du dachtest, die sind gar nicht möglich.“ Nicht zuletzt dank Ribérys überragender Fähigkeiten ist Karl-Heinz Rummenigge überzeugt: „Wir wissen, dass unsere Mannschaft vor einer großen Zukunft steht.“
27.8.07 22:25


Mit Podolski und Ismael gegen die Grasshoppers

Am vergangenen Samstag feierte Ottmar Hitzfeld beim 3:0 gegen Hannover 96 seinen 250. Bundesligasieg. Insgesamt hat er 58,28 Prozent aller seiner Spiele gewonnen, das ist Liga-Rekord! Nun kehrt der FCB-Chefcoach dahin zurück, wo seine großartige Trainerkarriere begonnen hat: zum Grasshopper Club Zürich. Am Dienstag (19.30 Uhr, live im DSF, die Highlights zeitnah bei FCB.tv) tritt der FC Bayern zu einem Freundschaftsspiel beim Schweizer Erstligisten an.

Bei den Grasshoppers, Hitzfelds dritter Trainerstation (1988-91), hat der heute 58-Jährige seine ersten beiden Meistertitel gewonnen, dazu zwei Mal den Schweizer Pokal sowie einmal den Supercup. 16 Jahre nach seinem Abschied aus Zürich kommt es jetzt zum Wiedersehen, für das sich Hitzfeld viel vorgenommen hat. „Ich habe einen besonderen Ehrgeiz, gegen die Grasshoppers zu gewinnen“, sagte er vor dem Spiel.

Comeback von Podolski

Doch nicht nur aus persönlichen Gründen fiebert der Bayern-Trainer der Partie entgegen. Das Duell zwischen dem Schweizer und dem Deutschen Rekordmeister besitzt auch sportlichen Wert. „Für mich ist dieses Spiel wichtig, weil es Aufschluss gibt über die Verfassung einzelner Spieler“, erklärte Hitzfeld.

So werde Lukas Podolski in Zürich erstmals seit seiner Knie-Operation im April wieder für die Profis des FC Bayern zum Einsatz kommen, kündigte der „General“ an. Zuletzt sammelte „Poldi“ zweimal bei den FCB-Amateuren Spielpraxis. „Es geht jetzt Schritt für Schritt“, sagte Hitzfeld, der überlegt, den Stürmer eventuell in den Kader für das Bundesligaspiel in Hamburg kommenden Sonntag zu nehmen.

Ismael in der Startformation

Auch für Valérien Ismael wird das Spiel gegen die Grasshoppers ein wichtiger Test. Der Innenverteidiger, der nach einem Jahr endgültig mit seinem Schien- und Wadenbeinbruch abgeschlossen hat, „wird zum ersten Mal von Beginn an spielen“, sagte Hitzfeld. Wie Podolski kam auch Ismael zuletzt bei den Amateuren zum Einsatz, beim Franz-Beckenbauer-Cup gegen den FC Barcelona hatte er zudem ein Zwei-Minuten-Comeback gefeiert.

Darüber hinaus werden auch Reservisten wie Daniel van Buyten oder Andreas Ottl am Dienstag die Chance bekommen, sich zu zeigen. Hitzfeld kündigte seine bekannte Rotation an. Mit einer B-Elf wie zum Beispiel gegen Mallorca werde der FC Bayern aber nicht auflaufen, betonte der Trainer. „Wir werden alle Stammspieler mitnehmen, die einsatzfähig sind.“

Ehre für den FCB

Viele Alternativen besitzt Hitzfeld ohnehin nicht, da mit Luca Toni, Miroslav Klose, Jan Schlaudraff, Willy Sagnol, Jose Ernesto Sosa, Marcell Jansen und Mats Hummels sieben Spieler verletzt sind. Toni Kroos ist zudem abgestellt zur U17-Weltmeisterschaft.

Trotzdem nehmen die Bayern die Partie gegen die Grasshoppers, bei denen mit Hanspeter Latour ein bekanntes Gesicht aus der Bundesliga auf der Trainerbank sitzt, ernst, nicht zuletzt weil es auch eine große Ehre ist, als letzte ausländische Mannschaft im 78 Jahre alten Stadion Hardturm antreten zu dürfen. In den nächsten Jahren wird auf dem Gelände ein neues Stadion entstehen.

Hitzfelds letzter Sieg

„Dass dieses Freundschaftsspiel noch kurz vor der endgültigen Schließung des traditionsreichen Stadion Hardturm, in dem auch ich tolle Momente erlebt habe, möglich wird, freut mich besonders und motiviert uns alle, den Zuschauern nochmals ein Fußballspektakel zu bieten“, sagte Hitzfeld. Noch einmal will er seine alte Wirkungsstätte als Sieger verlassen.
27.8.07 12:30


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