Alles, was ein Bayern-Fan braucht. ;)
  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt

   Mein Fan-Shop
   FC Bayern

http://myblog.de/bayern-blog

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der 'neue' FCB - 7 Gründe für Bayerns Traumstart

3:0 gegen Rostock, 4:0 in Bremen, 3:0 gegen Hannover - besser hätte der Start des FC Bayern in die neue Saison nicht ausfallen können. Mit drei Spielen ohne Gegentor, drei Siegen mit 10:0 Toren hat der Rekordmeister den besten Start seiner Vereinsgeschichte hingelegt. Wir haben versucht, zu ergründen, warum der „neue“ FC Bayern so glänzend aufspielt, und haben sieben Faktoren gefunden:

1.) Der neue Trainer:
Als Ottmar Hitzfeld am 1. Februar zum FC Bayern zurückkehrte, wusste man beim FC Bayern ganz genau, wen man da als Hoffnungsträger verpflichtete - zumindest glaubte man das. Denn spätestens jetzt ist klar: Ottmar Hitzfeld ist nicht mehr der Ottmar Hitzfeld, der er einmal war. Uli Hoeneß bezeichnete den Trainer, der von 1998 bis 2004 schon große Erfolge mit dem FC Bayern gefeiert hatte, jüngst als „Revolutionär“. Und das aus gutem Grund: In den zweieinhalb Jahren Pause, in denen Hitzfeld als TV-Kommentator arbeitete, hat der 58-Jährige viele Spiele, auch in ausländischen Ligen, analysiert und sich so weitergebildet. Besonders der englische Fußball, mit schnellem Kurzpassspiel hab es ihm angetan, erzählte er. Auch neue Trainingsformen, wie zum Beispiel individualisiertes Konditionstraining, hat er in seine Arbeit mit aufgenommen. Und persönlich hat ihm die Pause sowieso gut getan. „Er hat wieder dieses Feuer“, stellte Franz Beckenbauer fest. Zu Fachwissen und Leidenschaft kommt noch das hinzu, was Hitzfeld schon immer ausgezeichnet hat: seine menschlichen und kommunikativen Qualitäten, mit deren Hilfe er es geschafft hat, einen „neuen“ FC Bayern zu formen.

2.) Die neue Mannschaft:
So viel Geld wie noch nie zuvor hat der FC Bayern im Sommer in eine neue Mannschaft investiert - den Schwung, den die Neuzugänge mitgebracht haben, sieht man auf dem Platz. „Wir haben viele neue Spieler, die sich beweisen und Titel sammeln wollen“, freute sich Hitzfeld über den Hunger und die Leidenschaft, die seine Mannschaft bislang an den Tag legte. Auch der starke Konkurrenzdruck stellte sich als leistungsfördernd heraus. Jede Position ist mindestens doppelt besetzt. „Es ist von Vorteil, wenn die Spieler in jedem Spiel und Training an ihre Grenze gehen müssen“, weiß auch Bundestrainer Joachim Löw.

3.) Der neue Zusammenhalt:
Es war der größte personelle Umbruch, den es jemals beim FC Bayern gegeben hat. Acht Spieler sind gekommen, acht gegangen. Wer befürchtet hat, dass es dauern würde, bis daraus eine homogene Mannschaft wird, kann sich längst entspannen. „Hier ist sich keiner zu schade, für den anderen zu rennen“, stelle Marcell Jansen fest, der wie alle anderen Neuzugänge innerhalb kürzester Zeit integriert wurde. Selbst die Spieler, die noch nicht Deutsch sprechen (Ribéry, Toni, Sosa) fühlen sich pudelwohl beim FCB. „Ich habe das Vertrauen aller beim FC Bayern: der Spieler, der Trainer, der Verantwortlichen, der Fans. Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagte Franck Ribéry, der die gute Stimmung im Training und in der Kabine zusätzlich durch seine Scherze anheizt. „Es ist wichtig, dass wir nicht nur guten Fußball spielen, sondern auch eine gute Kabine haben“, betonte Mark van Bommel, „das macht 50 Prozent des Erfolgs aus. Dann arbeitet jeder für jeden und es läuft fast von alleine.“ Hinzu kommt, dass auch die Mischung aus Jung und Alt stimmt und langsam eine neue Hierarchie wächst. „Wir haben ein paar über 30, die das Heft in die Hand nehmen, und die Jungen folgen“, erzählte Van Bommel.

4.) Die neue Philosophie:
Es gab eine Zeit, da schoss der FC Bayern ein frühes Tor und machte dann hinten dicht. Diese Zeiten sind vorbei. „Früher haben sich die Bayern nach dem 1:0 hinten reingestellt, jetzt spielen sie weiter nach vorne“, stellte Hannovers Torwart Robert Enke am vergangenen Samstag fest. Doch nicht nur der Vorwärtsdrang, sondern auch die Art und Weise, wie die Bayern nach vorne spielen, hat sich geändert. Mit harten, flachen Pässen suchen die Münchner nun vertikal den Weg nach vorne, nur ein, zwei Ballberührungen, dann läuft der Ball zum Mitspieler. Anstatt in einem starren System zu verharren, agiert der FCB nun sehr variabel. Schweinsteiger, Ribéry und Altintop tauschen im Mittelfeld ständig die Positionen, einmal stößt Mark van Bommel mit nach vorn, das nächste Mal Zé Roberto. „Wir sind schwierig zu verteidigen, weil wir alle in Bewegung sind“, meinte Van Bommel und auch Enke stellte fest: „Diese Bayern sind nicht berechenbar.“

5.) Die neue Torgefährlichkeit:
Die Unberechenbarkeit ist auch eine Stärke des FC Bayern vor dem Tor. „Nicht nur ein oder zwei von uns können ein Tor schießen, sondern sechs, sieben“, bemerkte Van Bommel. Schon sechs verschiedene Torschützen verzeichnete der FCB in den ersten drei Ligaspielen. Insbesondere verbreiten die beiden Sturmspitzen Miroslav Klose und Luca Toni einen Schrecken im gegnerischen Strafraum, den man in der vergangenen Saison beim FC Bayern vermisst hat. Beide gehen dorthin, „wo es weh tut“, erklärte Hitzfeld die Qualitäten seines Angriffsduos, das in den ersten Spielen bereits ausgezeichnet harmonierte. Den 1,96 Meter großen Toni bezeichnete der FCB-Chefcoach als „Brechertyp“, der allein schon durch seine körperliche Präsenz für Unruhe vor dem gegnerischen Tor sorgt. In die Lücken, die er freiräumt, stößt der dynamische Klose. Zehn Tore in drei Spielen waren die Folge.

6.) Die neue Defensive:
Alles spricht im Moment vom Offensiv-Zauber des FC Bayern - die Grundlage des Erfolgs ist laut Ottmar Hitzfeld aber die Defensive. „Das ist zurzeit ein Schlüssel des Erfolgs“, sagte der Bayern-Trainer. Besonders das Viereck aus den Innenverteidigern Lucio/Demichelis und dem defensiven Mittelfeld Van Bommel/Zé Roberto verdient sich von Woche zu Woche Bestnoten. „Demichelis und Lucio wachsen über sich hinaus und sind höchst konzentriert“, sagte Hitzfeld. Beide haben in den ersten drei Saisonspielen jeweils fast 70 Prozent ihrer Zweikämpfe gewonnen, und mit welcher Eleganz davor ein Zé Roberto Bälle stibitzt, ist unbeschreiblich. „Er stiehlt die Bälle von hinten, ohne Foul zu spielen“, schwärmte Hitzfeld von der Neuentdeckung auf der Sechser-Position. Diese in der letzten Saison vermisste Stabilität in der Defensive den Weg zur Meisterschaft ebnen. „Meister wird nicht, wer die meisten Tore schießt, sondern wer defensiv gut organisiert ist“, sagte Hitzfeld.

7.) Franck Ribéry:
Die Noten, die der französische Nationalspieler im „kicker“, erhielt, sprechen für sich: eine 1,5 gegen Rostock, eine 1 gegen Bremen, eine 1,5 gegen Hannover - Ribéry ist nach drei Spieltagen der mit Abstand am besten bewertete Spieler der Bundesliga, drei Mal nahm ihn das Fußball-Fachmagazin auch in die Elf des Spieltags auf. Ribéry sucht den Zweikampf, dreht Pirouetten hat immer ein Auge für den Mitspieler und läuft ununterbrochen auf und ab - er ist das Sahnehäubchen auf dem „neuen“ FC Bayern. „Franck ist Spielfreude pur, ein begnadeter Spieler“, sagte Hitzfeld, der für das Laufpensum des Mittelfelddribblers beim Spiel gegen Hannover nur ein Wort hatte: „Wahnsinn“. Van Bommel glaubt, dass Ribéry das Zeug dazu hat, der beste Spieler der Welt zu werden, und adelte den Franzosen mit einem besonderen Vergleich: „Ich habe das in Barcelona bei Ronaldinho gesehen. Der hat auch manchmal Bälle gespielt, von denen du dachtest, die sind gar nicht möglich.“ Nicht zuletzt dank Ribérys überragender Fähigkeiten ist Karl-Heinz Rummenigge überzeugt: „Wir wissen, dass unsere Mannschaft vor einer großen Zukunft steht.“
27.8.07 22:25
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung